Drastischer Personalabbau / Immer weniger nichtärztliche Mitarbeiter in den deutschen Krankenhäusern
Baierbrunn (ots) - In den noch 2083 deutschen Krankenhäusern haben
die vergangenen zehn Jahre einen drastischen Personalumbau gebracht:
Zwar wurden 20000 Ärzte zusätzlich eingestellt. Doch sank im gleichen
Zeitraum die Zahl der nicht-ärztlichen Mitarbeiter um 90000,
berichtet die "Apotheken Umschau". Dr. Rudolf Kösters, Präsident der
Deutschen Krankenhausgesellschaft, erklärt dies zum einen mit der
kürzeren Verweildauer der Patienten in stationären Einrichtungen. Die
durchschnittliche Liegedauer der Patienten verringerte sich zwischen
1998 und 2008 von rund 10 auf 8 Tage. "Kürzere Betreuungszeiten
erfordern weniger Personal", so Kösters. Zum anderen habe die
Übernahme europäischer Arbeitszeitrichtlinien für Ärzte zu einem
Mehrbedarf an Medizinern geführt, der nur zulasten der Pflege
finanzierbar gewesen sei. Der überproportionale Stellenabbau soll nun
aber infolge eines neuen "Finanzierungsrahmengesetzes" durch 15000
neue Stellen in den nächsten Jahren ausgeglichen werden.
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